Dass man Wissenschaft, Humanismus und den Islam eigentlich eher nicht so beleidigen darf und empfehlenswerterweise dies auch wirklich nicht ersuchen sollte, das ist inzwischen landläufig bekannt. Aber, mal eine andere Frage: Muss man sich eigentlich für Wissenschaft oder für Humanismus interessieren? Muss ich das?
Wie verhält es sich mit Bürgern, die den Rechtsstaat ansich achten und zu dessen Erhaltung beitragen, die sich aber für Wissenschaft und Humanismus nicht interessieren oder nicht interessieren wollen? Oder vielleicht auch nur so tun als ob? Gelten diese dann eigentlich noch als Personen? Und was würde es bedeuten, wenn man zusätzlich noch ein, z.B. christlich, jüdisch oder anders irgendwie, mehr oder weniger gläubiger Mensch wäre? Ganz obendrein auch noch intelligent design nicht per se für verkehrt hielte? Ernsthaft, sollten solche Leute arbeiten oder wählen gehen dürfen?
Dass es irgendwie-theistische und auch agnostische Wissenschaftler gibt, geben wird und gegeben hat, die wahrhaft großartiges und oft sehr praktisches leisteten, ist natürlich noch eine ganz andere Frage oder Geschichte. Nur wäre dies nicht mehr politisch korrekt. Und so lasset uns also nun, an dieser Stelle, für eine Zeit lang in altehrwürdigendes Schweigen verfallen.
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Welche Strafen wären für all diese makelbehafteten Ketzer und Verweigerer des Mainstream vorgesehen, in einem evolutionär-humanistischen, absolut-objektiv-atheistischen Gottesstaat? Wären es dort überhaupt noch Menschen? Im Zweifel ein ganz wenig weniger gleicher. Oder?
Working title: Warum Abtreibung nicht unproblematisch ist. Eine Analyse, keine Therapie. Auf Grundschulniveau:
Man kann sich lange darüber streiten, was Abtreibung juristisch bedeuten könnte oder nicht bedeuten könnte. Dass Schangerschaftsabbruch™ juristisch und von der Gesetzgebung her definiert ist, steht geregelt fest. Ich habe auch keine eindeutige Idee, wie man es besser machen könnte und bin kein Fan von Lösungen. Dennoch sei mir die folgende Beobachtung erlaubt.
Mir ist es gleich, ob jemand an eine Seele des Menschen glaubt. Es ist mir auch wurscht, ob jemand an freie Selbstbestimmung oder an Personeneigenschaft glaubt. Mir ist es egal, ob jemand in dem Zusammenschluss von Eizelle und Spermazelle nur ein paar Zellen sieht, eine Art menschliche Ursuppe oder was auch immer. Und auf die katholische Kirche habe ich auch noch nie gehört. Was die geschrieben haben ist mir zudem viel zu lang, als dass ich es lesen würde. Und die evangelische Kirche nimmt hoffentlich niemand ernst. Also, einigen wir uns auf den biologischen Zusammenschluss von Eizelle und Spermazelle bei dem sich in zufälliger Form Gene der jeweiligen Frau und des jeweiligen Mannes vermischen. Nennen wir dies im folgenden im wahrsten Sinne des Wortes also korrekt einen Zusammenschluss, oder gerne auch “ein paar Zellen”.
Es sind also zufällig gemischt ein paar Zellen mit Genen und so weiter. Richtig, dieser Zusammenschluss fühlt erstmal gar nichts und könnte sich auch nicht daran erinnern, selbst wenn er schon anfangs etwas fühlen würde.
Diese “paar Zellen” sind immer: zufällig, höchstindividuell und einzigartig. Aus individuellen Zusammenschluss dieser “paar Zellen” entsteht im ungestörten Ablauf eine individuelle Persönlichkeit, egal wie ich Persönlichkeit definiere. Dass dem so ist, ließ sich bereits milliardenfach und international beobachten. Dieses Phänomen beschreibe ich im folgenden mit dem Gebrauch des Wortes Persönlichkeit. Ob nun 100% korrekt verwendet oder nicht, so sei damit dieses weltweite Phänomen beschrieben.
Wenn ich diesen wortwörtlichen Zusammenschluss auflöse, bekomme ich ein Problem. Denn, aus diesem einzigartig-individuellen Zusammenschluss steht “normalerweise” am Ende eine einzigartig-individuelle Persönlichkeit. Definition siehe oben. Mein Problem: Aus dem Zusammschluss von einzigartig-individuellen “ein paar Zellen” steht am Ende eine einzigartig-individuelle Persönlichkeit, die auch NUR, sozusagen in individueller Weise, aus diesem einen Zusammenschluss enstanden wäre. Dies alles, inklusive des Vorgangs ist absolut einmalig existent. Diese einmalige Existenz ist zudem durch die absolute Abhängigkeit zwischen Startschuss, Vorgang und Ergebnis, in diesem Zusammenhang, begründet und erklärbar.
Ein einzigartig-individueller Zusammenschluss an dessen natürlicher Abfolge eine einzigartig-individuelle Persönlichkeit steht, die auch nur absolut exklusiv und unwiederbringlich aus diesem einen spezifischen Zusammenschluss entstehen kann oder hätte enstehen können. Man könnte fast sagen, es ist die Aufgabe dieses Zusammenschlusses von Samenzelle und Ei. Das ist mechanisch und biologisch nicht zu leugnen.
Für mich zählt aber nur, dass diese jeweilige Persönlichkeit aus einzig und allein diesem einen individuellen Zusammenschluss entsteht, enstehen könnte und/oder jemals entstehen würde. Nicht nur der Zusammenschluss oder das Ergebnis sind individuell, einzigartig und unwiederbringlich, sondern selbst der Vorgang in dieser Art wird nur ein einziges Mal jemals existieren. Löse ich diesen Zusammenschluss auf, habe ich diese Persönlichkeit unwiederbringlich gemacht. Ich habe sie definitiv unwiederbringlich gemacht.
Es ist mir egal, ob diese “paar Zellen” das merken oder nicht, oder sich darin erinnern können oder eher nicht. Fakt ist und bleibt, dass durch die Auflösung dieser Vermischung von Zellen, das an diese gekoppelte Endresultat zunichte gemacht wird, ja verloren geht, unwiederbringlich wird einfach. Meines persönlichen Erachtens nach, ist die Aufgabe des Staates Leben und Persönlichkeit freie Entfaltung zu gewährleisten. Und spätestens jetzt, habe ich ein Problem. Gut, dafür sind Analysen da.
Ja, es ist stimmt, dass ich als männlicher Schreiber dort weder ein Entscheidungsproblem noch jemals Entscheidungsfähigkeit oder Berechtigung haben sollen dürfte. Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Mir wächst nur ein Bart und ich sterbe statistisch gesehen ein wenig früher. Ich habe wirklich leicht reden. Das ist korrekt. Denn, so gut wie immer ist eine ungewollt schwangere Frau am wenigsten verantwortlich dafür und schon gar nicht “schuld”. Sondern zahlreiche andere Faktoren und gerade auch aus biologischer Perspektive weitaus eher der Typ und nicht die Frau. Ferner geht es auch nich um Schuldzuweisungen oder Kriminialisierung irgendjemand. Es wäre begrüßenswert, den bloßen Vorgang der Abtreibung zu entlegalisieren, im Sinne, dass er keine discountmäßige Option mehr darstellt, wie er es heute ist. Nur, dass wir das klar gestellt haben. Ende der Analyse.
Motivation: “Klare Sprache erzeugt klare Gedanken.” Um individuelles Handeln überhaupt gewährleisten zu können, darf es keine Sprachbarrieren geben. (Eine kommunkationstechnische und medien- wissenschaftliche These. Ich konnte nicht herausfinden, von wem dies exakt stammt. Sei Google euer Freund: http://www.google.com/search?q=klare+sprache+klare+gedanken+klares+handeln)
Philosophie: “Man muss das Unmögliche sagen dürfen, um das Mögliche möglich zu machen (dürfen).” (sehr frei nach Hesse)
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